nur ein versuch
-Guten Tag verzeihen sie die Störung...
-Ich weiß wer sie sind, kommen sie nur rein
setzen sie sich auf die Couch, warten sie, ich
geb ihnen Gebäck, Kaffee ist gleich fertig,
legen sie die Füsse unter dem Tisch, fühlen
sie sich wie zuhause.
-Aber ich wollte...-
-Jaja ich weiß schon, das Essen ist gleich fertig,
die Frikadellen müssen nur noch umgedreht werden.
-Das muß ein Irrtum sein, schaun sie, ich hab ihre
Annonce gelesen...-
-Ja? Ich hab schon gedacht da kommt niemand vorbei,
ich dachte, nein denken kann man das nicht nennen,
wissen sie, ich war verzweifelt, all meine Bekannten
haben einen Freund, gut die meisten sind nicht besonders
glücklich, aber darauf kommt es ja nicht an. Jetzt muß
ich mich aber sputen, sonst verkohlen mir die Frikadellen.
-Frau, hören sie mir zu. Sie irren sich.
-Ich irre mich? Ich irre mich nie. Das ist ja mein großer Fehler
sagen meine Bekannten, sie sagen,so eine sichere Frau die macht
den Männern Angst, da können sie gar nicht mehr MannSein,
sagen sie, wie fühlt sich daß an, daß MannSein?
-Hm, ich weiß nicht, darüber habe ich mir noch keine Gedanken
gemacht.
-Das ist es, ihr macht euch keine Gedanken und glaubt ihr kommt
so ans Ziel und vielleicht kommt ihr auch ans Ziel, doch wenn ich
mich umdreh und mir meine Bekannten ansehe, Glück kann
ich da nicht sehen, selbst wenn ich meine Brille aufziehe.
Also das Glück bringt ihr nicht, was also dann?
-Was fragen sie mich. Ich hab mir darüber noch keine Gedanken gemacht.
-Wieder keine Gedanken. Oh Gott die Frikadellen. Ach, ihr Männer, Männer!
Aber ich will auch einen haben, ich hab euch durchschaut, aber ich will
auch einen. All meine Bekannten haben einen und sie fragen mich immer
wieder, warum suchst du dir keinen. Ich sage ihnen dann, „das ist nicht so
einfach, was denkt ihr, an den Bäumen hängen sie nicht.“
-Na Gottseidank.
-Na Gottseidank, das sagen meine Bekannten auch und dann schütten sie sich
Weisswein ein und trinken sich selig. Nach dem dritten Glas reden sie von Kindern
und ich sehe sie schon um sie tanzen, dann ist aus mit Wein trinken, dann heißt es,
ab ins Bett. Sie sind gestresst und kränklich, aber ich will das auch. Ich will
mitmachen, auch wenn es mir nicht gefällt, man kann sich ja nicht aussuchen,
also auch das nicht.
-Warum haben sie denn keinen Freund, sie sehen doch gut aus.
- Welche Lieblingsfarbe?
-Wie?
-Welches ist ihre Lieblingsfarbe
-Blau
-Blau?
-Oder Rot, ich weiß es nicht. Ich mach mir darüber keine Gedanken.
-Ach mit ihnen ists langweilig, das merk ich schon, vielleicht sollte
ich sie trotzdem nehmen, ich weiß nicht. Wissen sie was, wir stellen
uns folgendes vor, sie klingeln bei mir, weil sie im Kleinanzeigenteil von einen
Computer lasen und den möchten sie kaufen. Ich aber habe in der gleichen
Zeitung auch eine Kontaktanzeige.
-Solche Zufälle halte ich für sehr unzuverlässig, wenn so etwas im Fernsehen liefe, ich würde sofort ausschalten.
-Wieso nicht in ein anderes Programm?
-Ich hab nur eins.
-Reden wir über Sex.
-Nein auch darüber rede ich nicht, früher bin ich rot schon allein beim Wort geworden, heute
langweilt es mich, alle reden darüber und ganz offen, nur hinter die Wirklichkeit schaut keiner.
-Sie langweilen
-Ich hätte interesse an dem Computer.
-Ach sie machen doch wieder mit, tut mir leid der ist schon verkauft, aber seien sie froh drum, er hat sowieso nicht funktioniert.
-Sie verkaufen kaputte Computer. Ich bin betroffen.
-Na dann gehen sie bitte da hin, dort ist die Betroffenheitsecke.
-Sehr witzig.
-Ich hab doch nur ein Späßle gemacht. Der Computer funktioniert noch und
ist auch nicht verkauft. Ich wollte die Unterhaltung ein wenig anheizen und ich muß sagen,
sie sind ja losgezogen wie ein Büffel.
-Sie haben doch noch nie in ihrem Leben einen Büffel gesehen.
-Mag sein, aber ich hab letztens von einem geträumt. Mein Großvater kam mit ihm vorbei, ich saß an einer Lehmbrücke und zupfte mir ein paar Gänseblümchen. Er sagte, ich solle den Büffel mal halten, aber leider verwechselte ich es mit einem Nashorn das auch in der Nähe war.
Der Büffel war natürlich weg und mein Großvater sauer. Er rannte den Büffel hinterher. Sie glauben nicht wie unendlich die Landschaft war. Leider bin ich wieder aufgewacht.
-Sowas blödes, leider bin ich wieder aaufgewacht, es muß doch weitergehn.
-Klar muß es weitergehn, war doch auch nur so ein Gedanke, haben sie daß nie, wenn sie was aufregendes träumen? Oder träumen sie gar nicht, was wollen sie eigentlich mit dem Computer.
-Ich wollte ihn mir mal ansehen.
-Ob er funktioniert?
-Mehr als das.
-Was denn noch.
-Ob er Leistungsfähig ist
-Ach, das ist wichtig.
-Wenn er nicht leistungsfähig ist nehm ich ihn nicht.
-Ach, dann nehmen sie ihn nicht. Sind sie denn leistungsfähig.
-Das will ich meinen.
-Seh ich nix von.
-Zeigen sie ihn doch mal.
-Er liegt auf dem Boden. Sie müssen schon selber rauf um zu sehen ob er
noch leistungsfähig ist.
-Ich denk sie wollen ihn verkaufen.
-Ich will ihn nicht mehr.
-Also wollen sie ihn verkaufen.
-Ich hab keinen Nutzen. Sind sie verheiratet?
-Ich war verheiratet.
-Ach und was ist passiert.
-Wenn ich das wüßte.
Irgendwann sagte Birne, ich nannte sie Birne, irgendwann sagte Birne, Du, das geht nicht mehr mit Dir, ich suche mir einen anderen.
-so gehts halt auch.
-bin drüber weg.
-dann wars sies nicht wert.
-oh ein unwetter
- dann war sie es nicht.
-draußen rauscht und klappert es, ich hab es so gerne wenn es rauscht und klappert
-ich mag es auch wenn es rauscht und klappert, aber das begreifen sie nicht
-Ich weiß wer sie sind, kommen sie nur rein
setzen sie sich auf die Couch, warten sie, ich
geb ihnen Gebäck, Kaffee ist gleich fertig,
legen sie die Füsse unter dem Tisch, fühlen
sie sich wie zuhause.
-Aber ich wollte...-
-Jaja ich weiß schon, das Essen ist gleich fertig,
die Frikadellen müssen nur noch umgedreht werden.
-Das muß ein Irrtum sein, schaun sie, ich hab ihre
Annonce gelesen...-
-Ja? Ich hab schon gedacht da kommt niemand vorbei,
ich dachte, nein denken kann man das nicht nennen,
wissen sie, ich war verzweifelt, all meine Bekannten
haben einen Freund, gut die meisten sind nicht besonders
glücklich, aber darauf kommt es ja nicht an. Jetzt muß
ich mich aber sputen, sonst verkohlen mir die Frikadellen.
-Frau, hören sie mir zu. Sie irren sich.
-Ich irre mich? Ich irre mich nie. Das ist ja mein großer Fehler
sagen meine Bekannten, sie sagen,so eine sichere Frau die macht
den Männern Angst, da können sie gar nicht mehr MannSein,
sagen sie, wie fühlt sich daß an, daß MannSein?
-Hm, ich weiß nicht, darüber habe ich mir noch keine Gedanken
gemacht.
-Das ist es, ihr macht euch keine Gedanken und glaubt ihr kommt
so ans Ziel und vielleicht kommt ihr auch ans Ziel, doch wenn ich
mich umdreh und mir meine Bekannten ansehe, Glück kann
ich da nicht sehen, selbst wenn ich meine Brille aufziehe.
Also das Glück bringt ihr nicht, was also dann?
-Was fragen sie mich. Ich hab mir darüber noch keine Gedanken gemacht.
-Wieder keine Gedanken. Oh Gott die Frikadellen. Ach, ihr Männer, Männer!
Aber ich will auch einen haben, ich hab euch durchschaut, aber ich will
auch einen. All meine Bekannten haben einen und sie fragen mich immer
wieder, warum suchst du dir keinen. Ich sage ihnen dann, „das ist nicht so
einfach, was denkt ihr, an den Bäumen hängen sie nicht.“
-Na Gottseidank.
-Na Gottseidank, das sagen meine Bekannten auch und dann schütten sie sich
Weisswein ein und trinken sich selig. Nach dem dritten Glas reden sie von Kindern
und ich sehe sie schon um sie tanzen, dann ist aus mit Wein trinken, dann heißt es,
ab ins Bett. Sie sind gestresst und kränklich, aber ich will das auch. Ich will
mitmachen, auch wenn es mir nicht gefällt, man kann sich ja nicht aussuchen,
also auch das nicht.
-Warum haben sie denn keinen Freund, sie sehen doch gut aus.
- Welche Lieblingsfarbe?
-Wie?
-Welches ist ihre Lieblingsfarbe
-Blau
-Blau?
-Oder Rot, ich weiß es nicht. Ich mach mir darüber keine Gedanken.
-Ach mit ihnen ists langweilig, das merk ich schon, vielleicht sollte
ich sie trotzdem nehmen, ich weiß nicht. Wissen sie was, wir stellen
uns folgendes vor, sie klingeln bei mir, weil sie im Kleinanzeigenteil von einen
Computer lasen und den möchten sie kaufen. Ich aber habe in der gleichen
Zeitung auch eine Kontaktanzeige.
-Solche Zufälle halte ich für sehr unzuverlässig, wenn so etwas im Fernsehen liefe, ich würde sofort ausschalten.
-Wieso nicht in ein anderes Programm?
-Ich hab nur eins.
-Reden wir über Sex.
-Nein auch darüber rede ich nicht, früher bin ich rot schon allein beim Wort geworden, heute
langweilt es mich, alle reden darüber und ganz offen, nur hinter die Wirklichkeit schaut keiner.
-Sie langweilen
-Ich hätte interesse an dem Computer.
-Ach sie machen doch wieder mit, tut mir leid der ist schon verkauft, aber seien sie froh drum, er hat sowieso nicht funktioniert.
-Sie verkaufen kaputte Computer. Ich bin betroffen.
-Na dann gehen sie bitte da hin, dort ist die Betroffenheitsecke.
-Sehr witzig.
-Ich hab doch nur ein Späßle gemacht. Der Computer funktioniert noch und
ist auch nicht verkauft. Ich wollte die Unterhaltung ein wenig anheizen und ich muß sagen,
sie sind ja losgezogen wie ein Büffel.
-Sie haben doch noch nie in ihrem Leben einen Büffel gesehen.
-Mag sein, aber ich hab letztens von einem geträumt. Mein Großvater kam mit ihm vorbei, ich saß an einer Lehmbrücke und zupfte mir ein paar Gänseblümchen. Er sagte, ich solle den Büffel mal halten, aber leider verwechselte ich es mit einem Nashorn das auch in der Nähe war.
Der Büffel war natürlich weg und mein Großvater sauer. Er rannte den Büffel hinterher. Sie glauben nicht wie unendlich die Landschaft war. Leider bin ich wieder aufgewacht.
-Sowas blödes, leider bin ich wieder aaufgewacht, es muß doch weitergehn.
-Klar muß es weitergehn, war doch auch nur so ein Gedanke, haben sie daß nie, wenn sie was aufregendes träumen? Oder träumen sie gar nicht, was wollen sie eigentlich mit dem Computer.
-Ich wollte ihn mir mal ansehen.
-Ob er funktioniert?
-Mehr als das.
-Was denn noch.
-Ob er Leistungsfähig ist
-Ach, das ist wichtig.
-Wenn er nicht leistungsfähig ist nehm ich ihn nicht.
-Ach, dann nehmen sie ihn nicht. Sind sie denn leistungsfähig.
-Das will ich meinen.
-Seh ich nix von.
-Zeigen sie ihn doch mal.
-Er liegt auf dem Boden. Sie müssen schon selber rauf um zu sehen ob er
noch leistungsfähig ist.
-Ich denk sie wollen ihn verkaufen.
-Ich will ihn nicht mehr.
-Also wollen sie ihn verkaufen.
-Ich hab keinen Nutzen. Sind sie verheiratet?
-Ich war verheiratet.
-Ach und was ist passiert.
-Wenn ich das wüßte.
Irgendwann sagte Birne, ich nannte sie Birne, irgendwann sagte Birne, Du, das geht nicht mehr mit Dir, ich suche mir einen anderen.
-so gehts halt auch.
-bin drüber weg.
-dann wars sies nicht wert.
-oh ein unwetter
- dann war sie es nicht.
-draußen rauscht und klappert es, ich hab es so gerne wenn es rauscht und klappert
-ich mag es auch wenn es rauscht und klappert, aber das begreifen sie nicht
Sturznest - 22. Jun, 21:17

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